Sonntag, 11. Oktober 2009

Berlin und Sarrazin

Es lohnt sich meist, das Original zu lesen, hier gibt es immerhin einen Auszug des Interviews mit Sarrazin, das ihn nicht als eifernden Propagandisten, sondern als sorgfältigen Analytiker zeigt. Nebenbei: Schon Anfang der 70er Jahre bei einer Klassenfahrt nach Berlin habe ich mich gefragt, wie man in dieser Stadt die strukturelle Schwächung durch die NS-Zeit, den Krieg und die Teilung lösen wolle, Antworten gab es damals nicht und Antworten gibt es bis heute nicht.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Anne Frank

Die offenbar einzigen Filmaufnahmen von Anne Frank gibt es hier.

Den Hinweis und weitere Infos gibt es bei Geschichtsplus.

Montag, 5. Oktober 2009

Friedrichshain

Simon-Dach Str. hin oder her, Friedrichshain ist ein Gerber Stadtteil. Es gibt allerdings eine gut gemachte (Online-) Zeitschrift, die https://www.friedrichshainer-chronik.de/.
Sie bietet u.a. Berichte über die interessante Industriegeschichte des Bezirks.

Montag, 28. September 2009

Große Koalition?

Bis gestern wurde immer noch so getan, als hätte es die Chance einer "Großen Koalition" gegeben. Was dabei völlig vergessen wurde, war, dass es derzeit gar keine "Großen Koalitionen" mehr geben kann. 1966 vereinten SPD, CDU und CSU fast 90 % der Stimmen auf sich, nur die FDP, die 1965 9,5 % erreicht hatte, blieb in der Opposition. Und heute? Selbst wenn SPD und CDU/CSU koalieren würden (wonach derzeit wenig aussieht), wären sie zusammen unter 60 % der Stimmen geblieben. "Groß" ist was anderes.

Samstag, 26. September 2009

Stadtbilder

Im Historischen Museum Hannover gibt es derzeit eine schöne (und dies "schön" enthält einen Hauch von Ironie) Ausstellung über die Zeit zwischen 1870-1900 unter dem Titel "Stadtbilder" zu sehen. Fast altertümlich wirkende Bilder zeigen in Wirklichkeit eine Stadt voller Widersprüche und dynamischer Entwicklung. Die Ausstellung findet ihre Zuschauer, zu reizvoll ist der Blick in diese ferne Stadt, zeigt sie doch die dramatischen Entwicklungen einer deutschen Stadt innerhalb eines Jahrhunderts, die das Erscheinungsbild dieser Stadt fast bis zur Unkenntlichkeit verändert hat. Bei aller Freude über die Ausstellung bleiben Irritationen. Warum nur sind die meisten Bilder nur so klein geblieben? Warum hatten die Ausstellungsmacher nicht den Mut, den Besucher wirklich mit dieser Stadt zu konfrontieren? Doch es gibt noch einen hübschen Katalog der Ausstellung. Die Vorfreude auf die Bilder dieses Bandes wird aber schnell getrübt, hier haben sich Designer ausgetobt: statt vieler Bilder gibt es viele weiße und farbige Leerflächen und schlimmer noch: doppelte Bilder! Die Designer haben es sich nicht nehmen lassen, auf jeder rechten Seite ein kleines Kapitel zu beginnen, das dann zwei Bilder aufweist: ein kleines links im Text und ein großes rechts am Rand. Da das rechte Bild ein Hochformat aufweist, wurden querformatige Vorlagen einfach querstehend gedruckt. Aber mehr noch: Beide Bilder auf der Seite weisen dasselbe Motiv auf, nur einmal klein und einmal groß, toll! Der Grund: es handelt sich um Postkarten. Deshalb ist die Rückseite auch frei gehalten.
Die Hoffnung auf einen schönen Bildband bleibt also erst mal unerfüllt und die Website kann auch nicht trösten. Sie bietet noch kleinere Bildchen. Bitte, liebe Kollegen und Kolleginnen aus dem Historischen Museum: Gebt uns Bilderfreunden endlich eine Chance und zeigt uns wirklich Bilder und nicht nur Thumbnails.


Mittwoch, 16. September 2009

Und wieder mal Netbooks für Studierende

Diesmal ist es die Uni Paderborn, die Netbooks an Erstsemester verteilt.

Mittwoch, 9. September 2009

Nach dem Beamer

Die Situation ist ja etwas verfahren: was machen wir jetzt, wo alle Seminarräume Beamer haben? Dies könnte die Antwort sein.

Sonntag, 30. August 2009

Lieber genauer lesen, finde ich!

Nando Stöcklin hat in einem Blogbeitrag darauf hingewiesen, dass die Wikipedia eine andere Funktion hat als Forschung, nämlich als Zielgruppe die allgemeine Öffentlichkeit hat, weshalb sie "primär" ein Dienst für die Öffentlichkeit, nicht für die Forschung ist. Das leuchtet auch ein, die Wikipedia kann derzeit keine Forschungsprozesse abbilden, sondern nur deren Ergebnisse referieren. Das klappt manchmal sehr gut, manchmal weniger gut. Weshalb Klaus Graf daraus gleich "dummes Zeug" machen muss, ist mir unverständlich. Zur Wissenschaft gehört auch das Anerkennen anderer Meinungen und Positionen. Das Ganze ist übrigens durch eine Sendung von Peter Haber ausgelöst worden. Worauf Stöcklin übrigens verweist, ist die Tatsache, dass die Wikipedia eine Enzyklopädie sein will, d.h. hier sollen Forschungsergebnisse wiedergegeben werden. Dass damit auch das "Strukturieren" von Informationen gemeint ist, wie Graf gegenüber Stöcklin einwendet, hat dieser gar nicht in Frage gestellt. Aber Wissenschaft ist nicht nur "Theoriefindung" oder "Strukturieren" von Informationen, wie Graf in seinem Blogbeitrag anmahnt, sondern auch Erkenntnisgewinn durch Forschung. Das kann aber eine meines Erachtens eine Enzyklopädie im engeren Sinn kaum leisten.

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