Sonntag, 23. September 2007

Stephen Fry

Bibmarks zeigt Stephen Fry, wie er Web 2.0 erklärt.


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Donnerstag, 20. September 2007

Heimat, H-Net, Web 2.0

Histnet berichtet über einen Weblog von T. Milly Kelly, in dem dieser über "The End of H-Net" schreibt. Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich ausgefallen, aber: es antworten nur diejenigen, welche auch Blogs lesen - und dann auch noch schreiben. Aber was ist mit den anderen? Mir scheint, daß zumindest in Deutschland die Zahl derjenigen, die wirklich aktiv das Internet nutzen, zumindest unter den Historikern noch sehr gering ist. Warum das so ist, könnte ein Interview mit Dirk-Mario Boltz in der Berliner Zeitung vom heutigen Tag begründen. Seine These: die meisten Menschen suchen vertraute Orte auch im Netz auf, und, so würde ich erweitern, sie nutzen auch vertraute Zugangswege. Allein an unserem Institut gibt es noch genug Kollegen und Kolleginnen, die schon in eine Abwehrhaltung verfallen, wenn man darauf verweist, daß unser e-learning System Stud-Ip (hier der Zugang zu den freien Veranstaltungen) auch die Möglichkeit bietet, Literaturlisten anzulegen mit direkten Links zu OPACs.

An Mailing-Listen haben sich die meisten gewöhnt, aber die nächsten Schritte wie wikis oder Weblogs werden doch nur von wenigen beschritten. Und wenn es nicht grundsätzliche Technikfeindlichkeit ist, dann sind es zeitliche Argumente. In Blogs zu schreiben, kostet Zeit, und die scheint aus der Sicht vieler "traditioneller" Kolleginnen und Kollegen zu kostbar, um sie für so wenig effektive Kommunikationsformen zu "verschwenden".


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Mittwoch, 19. September 2007

Berkeley on iTunes

Dass auch iTunes etwas für Wissenschaftler bzw. Studierende zu bieten hat, zeigt die Kooperation mit der Berkeley. Berkeley on iTunes bietet mittlerweile ein breites Spektrum an Vorlesungen zu Themen wie "19th Century Public Sphere" oder "Broadcast". Jennifer Burns liefert Vorlesungen zur Geschichte der USA, besonders des 19. Jahrhunderts.
Ach ja, es kostet nichts!


Stadtschloss

Die Idee, in Berlin ein vor über 50 Jahren gesprengtes Stadtschloß wieder aufzubauen und dafür ein vorhandenes Gebäude abzureißen, wollte mir noch nie einleuchten. Was ich neben der mangelhaften Sensibilität für Geschichte und Identität dabei störend fand, war die absolute Unfähigkeit, mit Erfahrungswerten zu arbeiten. Die Naivität, wie Politiker und Planer so tun, als würden irgendwelche Schätzwerte über Baukosten etwas mit der Realität zu tun haben, verblüfft immer wieder. Und so finde ich es nicht überraschend, dass der Bundestag nun den Bau des "Stadtschlosses" stoppen will, die Kosten drohen jetzt schon auszuufern. Statt mit 480 Millionen rechnet man nun mit 600 Millionen Baukosten, jetzt, obwohl der alte "Palast" noch immer nicht völlig abgerissen ist! Wie schnell würden diese Kosten noch erst steigen, wenn man wirklich anfangen würde, zu bauen. Aber egal, der Palast kommt weg. Die berliner Stadtplaner haben zwar immer wieder über die Vernichtung historischer Bauwerke in der Stadt gejammert, aber damit haben sie nur die politisch-historisch korrekten gemeint, die auf die gute deutsche Geschichte des Kaiserreichs und der preußischen Residenzstadt verweisen.

Die "andere" deutsche Geschichte wird unter Verweis auf das Unrechtsregime der DDR beiseite geräumt. Handelt es sich um andere Bauwerke, ist man großzügiger, wie im Falle des Finanzministeriums. Unabhängig davon finde ich es interessant, wie sehr unsere Architektur-Ästheten, die sich darüber ereifern, dass die "Mitte" Berlins architektonisch ansprechend gestaltet sein müssen, es nun schon seit Jahren hinnehmen, dass diese Mitte einer der hässlichsten Orte der Stadt ist und es wohl auch auf absehbare Zeit bleiben wird.


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Samstag, 15. September 2007

Polizeiruf 110

Gerade haben wir den Polizeiruf 110 "Der Fall Lisa Murnau" gesehen. Die Frage nach dem Hauptdarsteller "Major" (gut, damals noch Oberleutnant)  führte zu Seite Seite Polizeiruf 110-lexikon, auf der ich gerade gelesen habe, daß die Folge aus Anlaß des 80. Geburtstags von Peter Borgelt gesendet wurde. Die Lektüre der Seiten, die von einem Filmhistoriker und Laien erstellt worden ist, zeigt zweierlei: 1. nicht nur in der wikipedia, sondern auf vielen anderen, von Laien erstellten und gepflegten Seiten finden sich wichtige und gut recherchierte (ok, ich weiß um die Problematik der wikipedia, keine Sorge!) Informationen. Und 2., wie ein auf diesen Seiten abgedruckter Offener Brief zeigt, sind Quellen überall gefährdet, auch wenn es in diesem Fall eher darum geht, dass Anstalten des ARD mittlerweile sehr strikte Regeln haben, die die Arbeit wie das genannte erschweren.


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Donnerstag, 13. September 2007

Arbeiten in der GWLB

Die Niedersächsische Landesbibliothek, jetzt Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover gehört, wie die hannoverschen Bibliotheken, zu den eher spröden Orten wissenschaftlichen Arbeitens. Vielleicht muss das ja so sein. Aber weshalb kann ich nicht so arbeiten, wie es heute möglich wäre? Warum gibt es bitteschön, kein WLAN in der Bibliothek? Na gut, es gibt Computerarbeitsplätze, aber die wären vor 5 Jahren noch aktuell gewesen. Jetzt arbeiten viele Benutzer mit dem Laptop und eingebautem WLAN. Um aber in der Bibliothek recherchieren zu können, müssen diese Benutzer extra an stationäre Geräte gehen und dort arbeiten, um anschließend die Daten auf den eigenen Rechner zu übertragen. Viel einfacher wäre es am eigenen Leseplatz mit einer direkten Übernahme in die eigene Literaturverwaltung, wie immer sie heißt. Ein schnelleres und effektiveres Arbeiten zwischen den Beständen des Hauses und den virtuellen Informationen des Netzes wären auf diese Weise möglich und könnten eher die Besucher wieder ins Haus zu locken, als sie daraus zu vertreiben.

Das scheint ohnehin auch bei anderen wissenschaftlichen Einrichtungen der Fall zu sein: virtuelle Informationen drohen deren Exisenz in Frage zu stellen. Dabei wird schnell übersehen, dass auch virtuelle Daten einen konkreten Ort (wenigstens einen gewarteten Server) benötigen und eine fachliche Betreuung (wer digitalisiert etc. denn?). Und diese Einwände vergessen, dass Lernen eben nicht eindimensional vor dem Rechner, sondern in der Verbindung digitaler Daten (über den PC und das Netz) und analoger Daten (der Bücher statt findet). Wer in Norddeutschland etwa die UB in Oldenburg benutzt hat, sieht den Unterschied, denn dort wird mit allen verfügbaren Medien in der Bibliothek gearbeitet (dass dort auch Kaffee getrunken werden darf, ist eine weitere liebenswerte Oldenburger Besonderheit).


Nachtrag: das sind eigentlich ganz banale Wünsche, wer viel weiter gehende Perspektiven nicht nur zur Nutzung von Bibliotheken, sondern zu OPACs lesen will, sehe doch mal bei netbib vorbei, etwa hier!


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Mittwoch, 12. September 2007

Histnet wiki

Den Blog von Hist.Net zitiere ich hier ja öfter, aber hist.net hat noch mehr zu bieten, etwa eine HistnetWiki, die etwa auch einige wichtige Volltexte zum Thema "Wikipedia in den Wissenschaften" enthält, die auf Vorträgen einer Tagung in Basel in diesem Frühjahr basieren.

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Digitale Bibliothek

Unter zeno.org wird zur Zeit die "Digitale Bibliothek" online und frei zur Verfügung gestellt. Für Historiker sind hier neben diversen Lexika (wie dem Brockhaus von 1809, 1837 oder 1911) vor allem Klassiker der Geschichtsschreibung wie Jacob Burckhardt, Johann Gustav Droysen oder Theodor Mommsen sowie das Werk von Max Weber schon verfügbar. Blog und wiki ergänze das Angebot.


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Dienstag, 11. September 2007

Bildarchiv online

Seit heute ist das Bildarchiv des Bundesarchivs online verfügbar. Die umfangreichen Bestände sind damit direkt für Recherche verfügbar, wobei viele Suchfunktionen genutzt werden können; die kostenlose Ansicht aber nur Thumbnails oder etwas größere Bildchen mit einem Wasserzeichen bietet. Wer brauchbare Bilder benötigt, muss zahlen. Seltsam mutet die Öffentlichkeitsarbeit des Archivs an. Auf der Startseite des Bundesarchivs erfährt der Leser unter "Aktuelles", dass im Bundeskanzleramt Ministerialdirektor Schäfer das digitale Bildarchiv freigeschaltet hat. Man sieht ihn richtig mit virtueller Schaltung vor sich. Wer übrigens vorlaut unter Findmittel und Projekte das "Bildarchiv" anklickt, wird allerdings zu einer alten Seite verlinkt, nicht auf das digitale Bildarchiv. Erst beim Anklicken der Pressemitteilung zu Herrn Prof. Dr. Schäfers großer Tat kann der Leser die richtige Adresse erfahren, kopieren und dann ins Adressfenster des Browsers einfügen, denn ein Hyperlink ist auch dort nicht zu finden. Aber es ist ja auch eine Pressemitteilung vom 30.8.2007 und immerhin gibt es ein farbiges Bildchen vom Reichstag am 3.10.1990. Und außerdem ist jetzt Feierabend.

Aber vor dem Bier noch ein Blick auf F!XMBR , wo die Mondpreise beklagt werden, die von einer öffentliche Einrichtung für diese Bilder verlangt werden.

Montag, 10. September 2007

Geschichte in Museen

Die Thomas-Morus-Akademie hat im August eine Tagung zum Thema "Magie der Geschichte" durchgeführt, über die jetzt H-Soz-Kult berichtet. Der Tagungsbericht weist die Spannweite der unterschiedlichen Ansätze auf, wie Museen sich der Herausforderung der Geschichtsvermittlung zwischen kritischer Auseinandersetzung mit Konstruktionen von Vergangenheit und dem - offenkundigen oder vermuteten? - Unterhaltungsbedürfnis der Besucher stellen. Angesichts des hohen theoretischen Aufwandes, der in Deutschland um historische Museen getrieben wird, überrascht immer wieder, wie unambitioniert, im Detail fragwürdig und in der Gesamtpräsentation eher veraltet wirkend, sich häufig deutsche Museen dem Besucher stellen. Zwischen theoretischer Überlegung und konkreter Verwirklichung liegt häufig ein tiefer Graben, den es vielleicht einmal stärker auszuloten gäbe, als dies auch in der genannten Tagung geschehen ist. Ein Beispiel dafür liefert die Ballinstadt in Hamburg, insbesondere die "Erlebnis-Ausstellung zum Thema Auswanderung", wie es auf der eigenen Hompage heißt. Das, was auf dem Papier bzw. Bildschirm noch überzeugend klingen mag, entpuppt sich beim Besuch als eine tönende, lärmende Melange an Texten, Bildern, Tönen, Assoziationen. Struktur, Konzept, kritischer Umgang mit den Themen, Texten und Objekten haben wir (drei Hannoverander Historiker) vergeblich gesucht. Einige der Installationen ließen uns ratlos zurück, bei anderen stimmten die Bilder und Argumente nicht (wer von Bord eines Auswandererschiffes ging und kurz vor der Ankunft in New York stand, dürfte kaum an Heimat und Heimweh gedacht haben; warum gerade ein animiertes Pferd das New York des späten 19. Jahrhunderts symbolisieren soll, bleibt unergründlich). Irgendwie ist eben alles Auswanderung, Migration, Bewegung. Nachdenken, Zusammenhänge herstellen, Konstruktionen als solche sehen - und in Frage stellen - das alles haben wir vermißt. Statt dessen wird eine konstruierte Welt dem Besucher geboten.

Dass Wissenvermittlung auch die Herstellung eines gemeinsamen Vorwissens voraus setzt, wurde bei dieser Präsentation völlig übersehen. Vielleicht hätte man mit dem Museum für Hamburgische Geschichte kooperieren soll, das in seiner ebenfalls neu eröffneten Ausstellung "Aufbruch in die Moderne" (als Reaktion auf die Ballinstadt?) mit zwei kurzen, aber sehr gelungenen Einführungen zum Thema Auswanderung und Einwanderung beginnt und dem Leser die Chance gibt, das Folgende zu verstehen und einzuordnen. Allerdings waren wir hier fast allein, während die Ballinstadt zumindest am Vormittag von Schulklassen und rüstigen Rentnern gerade überrannt wurde. Sucht das Publikum also doch die schnelle Abwechslung oder fällt es schneller auf Marketing herein, denn die Ballinstadt wirbt gleich mit günstigen Bahnfahrkarten auf ihrer Homepage.


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