Sonntag, 9. September 2007

Interaktive Zeitreise

HGIS Germany ist ein Projekt des Institut für Europäische Geschichte in Mainz und des Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik der Fachhochschule Mainz. Bislang gab es schon statische und animierte GIFs, von denen besonders die über die Entwicklung der Eisenbahn einigen bekannt sein sollte. Nun wurde aus dem vorhandenen Material eine interaktive Präsentation erarbeitet, die die Möglichkeit bietet, für einzelne Staaten oder Staatsgruppen für einzelne Stichjahre wichtige Daten zu den territorialen Verhältnissen zu erhalten. Dabei "lernt" der Benutzer auch durch Fehler. So gibt es für das Königreich Hannover nur Karten bis zum Jahr 1865 oder der Benutzer wird darauf hingewiesen, dass es den Norrdeutschen Bund nicht vor 1866 und nicht nach 1870 gab.


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Mittwoch, 5. September 2007

Mac vs XP

Seit drei Wochen habe ich ein MacBookPro, mein erster Mac. Außerdem habe ich einen relativ neuen Rechner mit XP und einen Drucker, Epson C 86.
Die Installation unter Mac OS läuft so ab: USB Stecker einstecken, fertig, Wirklich, fertig!
Unter XP: Rattern der Festplatte, dann: neues USB-Gerät gefunden, dann Dialog, wo die Treiber-Software ist, dann: Installation nicht möglich. Nix fertig, jetzt heißt es: auf die Epson-Homepage, Treiber herunterladen usw...
Na gut, auch ein Mac hat bestimmt Schwächen, aber derzeit fallen mir nur Stärken auf. Fast alles ist viel einfacher. Und dennoch weigern sich gerade viele Geisteswissenschaftler, auf dieses wunderbare Gerät umzusteigen, weil sie Angst haben und ihr geliebtes Word vermissen (ich weiß, das gibt es auch unter Mac und eigentlich braucht kaum niemand Word). Dennoch:seltsam.

Sonntag, 2. September 2007

Zotero vs. ?

Jan Hodel hat schon vor einiger Zeit über das Firefox-Plugin Zotero berichtet. Bislang habe ich mit Bibliographix gearbeitet, der Umstieg auf den Mac wirft aber erneut die Frage auf: welche Literaturverwaltung? Parallel weiter mit Windows arbeiten, um Bx nutze zu können? Das wäre eine Möglichkeit, eine Mac-Datenbank nutzen oder Litlink? Oder Zotero? Ein paar Tests mit Zotero zeigen dessen Stärken, wie die Suche in OPACs, etwa dem Gbv, wobei Zotero flexibler und schneller Daten (nämlich aus der Kurzliste) übernehmen kann als Bx oder Litlink (über den XML-Dump). Über ein Plugin lassen sich sogar die Daten direkt in Word oder Openoffice bzw. Neooffice nutzen, um die Belegstellen zu verwalten und eine  Literaturliste zu erstellen. Die vordefinierten Vorlagen sind noch etwas unvollständig, aber das Programm bietet schon jetzt eine Funktionalität, die den etablierten Konkurrenten sehr nahe kommen bzw. sie schon jetzt übertreffen.


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Samstag, 1. September 2007

Die vergessene Schlacht

1759 fand bei Minden eine entsprechende Schlacht des 7-jährigen Krieges statt, zu der ab dem Wintersemester ein Projektseminar zusammen mit dem Museum Minden durchgeführt wird. Bei den Vorarbeiten und Gesprächen mit Bekannten fällt mir immer wieder auf, wie wenige von dieser Schlacht etwas gehört haben. Sie scheint, nimmt man diese zufälligen Aussagen ernst, in Niedersachsen keine große Rolle zu spielen. Das ist bemerkenswert, denn von den Schlachten dieses Krieges, die in Deutschland statt gefunden haben, ist die genannte zumindest aus niedersächsischer Sicht die bedeutsamste gewesen. Befreite sie doch nicht nur das spätere Niedersachsen von französischer Besatzung, sondern sie wurde auf alliierter Seite neben britischen vornehmlich von nordwestdeutschen Truppen geschlagen. Dass die Schlacht in einem globalen Kontext - der Auseinandersetzung zwischen französischen und britischen Truppen auch außerhalb Europas wichtig war - sei hier nur angedeutet.

An der geringen Kenntnis dieser Schlacht in Nordwestdeutschland dürfte unser preußisch geprägtes Geschichtsbild von nicht geringer Bedeutung sein. Fragte doch erst der Spiegel wieder nach der Bedeutung Preußens für die deutsche Geschichte. Als Agrarhistoriker erlebe ich diese Preußenorientierung ebenfalls immer wieder, etwa wenn die Stein-Hardenbergschen Reformen mit Bezug auf Hannover erwähnt werden.


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Freitag, 31. August 2007

Geschichte und Interessengruppen

Über den gelungenen Versuch einer Interessengruppe, in diesem Fall Kriegsveteranen berichtet die Berliner Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. In diesem Fall geht es darum, die Darstellung über den Bombenkrieg den eigenen Wünschen anzupassen.


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Mittwoch, 29. August 2007

Der tote Link

Vor ein paar Jahren gehörten die Angebote der Virtual Library Geschichte zu den soliden Angeboten an Linksammlungen im Netz. Doch wer heute die VL zur Geschichte Brandenburg-Preußens aufruft, stößt zwar auf eine Seite, deren letzte Aktualisierung mit dem 7.8.2006 zwar schon etwas, aber nicht sehr lange zurück liegt, die dem Nutzer dann aber nur tote Links anbietet - und das gilt auch für die Kontaktadresse von Michael Herrnmann. "Tote Links" ist allerdings nicht ganz richtig, denn neben niederländischen Websites verbergen sich hinter den Links vor allem Hinweise auf "Brandenburg Versicherungen".


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Donnerstag, 23. August 2007

Stud-Ip

Immer wenn es um den Einsatz neuer Medien in der Lehre geht, gibt es Widerstände seitens der Lehrenden und teilweise auch seitens der Studierenden. Bei Stud-Ip war (und ist es!) nicht anders, dabei hat es sich zu einem vielseitig verwendbaren und kontinuierlich weiter entwickelten Instrument entwickelt, das Lehre erleichtern kann und die Kommunikation verbessert, aber auch die Arbeitsmöglichkeiten vermehrt. Inzwischen gibt es ein Blog, das Informationen über das Projekt und seine Geschichte enthält.


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Samstag, 11. August 2007

Stadt - Land - Stadt

In den 1980er Jahren war es "in", wenn junge Menschen zwischen 20 und 30 aufs Land zogen, nicht in einen neu erbautes Eigenheim, sondern in ein altes Haus, möglichst Fachwerk, dies umbauten (nicht nur unter erheblichen finanziellen, sondern auch emotionalen Kosten) und damit zeigten, dass das Landleben eigentlich das bessere war. Das Land wurde zum Experimentierfeld einer neuen Generation. Gleichzeitig wurden die Dörfer und die "Regionen" zu einem Bereich, der sich nicht nur intensiver öffentlicher Förderung erfreute, sondern auch intensivem Mitlieds. Liest man die vielen Statements über die Not des ländlichen Raumes aus jenen Jahren, so hat man zuweilen den Eindruck, dass der 30jährige Krieg ein Klacks dagegen war. Dank groß organisierter Förderprogramme wie der Dorferneuerung oder kleineren wie dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", floß nicht nur viel Geld in viele Taschen, sondern die Dörfer wurden auf einen Wohnstandard getrimmt, der sie offenbar noch attraktiver werden ließ für städtische "Neubürger". Das war eigentlich gar nicht nötig, denn den Dörfern ging es keineswegs so schlecht, wie immer wieder aller Welt weis gemacht wurde, sondern sie wandelten sich von Produktions- zu reinen Wohnstandorten. Das Ergebnis war und ist leider eine große Ödnis, architektonisch wie sozial.

In den Städten dagegen versuchte man zwar auch durch öffentliche Förderprogramme viele der "Sünden" der 60er und 70er Jahre zu beseitigen, aber die Ergebnisse waren ebenfalls beschämend dürftig, unwirtlich blieben die Städte vor allem auch dort, wo man versuchte, sie auf modernes Wohnen zu trimmen. Wenn man allerdings heute durch eine Stadt wie Berlin läuft, stößt man immer mehr auf Straßen und Stadtreviere, die zu spannenden Experimentierfelder einer jungen Generation mutieren, die teilweise das Land wieder in die Stadt bringen (was ihren Vorfahren in der Gründungsphase der Städte Ende des vorletzten Jahrhunderts oft nicht so gut gelang), Straßen wie die Oderberger Straßen in Berlin entwickeln sich nur zu ruhigen Wohnstraßen, auf denen öffentliches Leben statt findet, sondern sie werden grün und grüner, ohne Angst vor dem "Unkraut", während die Unkrautangst ihren Beitrag dazu geleistet hat, daß unsere Dörfer immer unwirtlicher wurden.




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