Freitag, 6. April 2007

Für das Vergessen

Peter Haber schreibt über das Wegwerfen, wer kennt sie nicht, die schwere Entscheidung, das "richtige" wegzuwerfen?

Ende mit Knut

Endlich spricht mir jemand aus der Seele (sagt man doch so?), auch wenn der Hype auf Knut langsam abflaut, es war langsam nicht mehr auszuhalten, was einem die Zeitungen da an Meldungen um Knut um die Ohren hauten. Harald Martensein hat nun bei ZEIT online einen schönen Kommentar dazu abgegeben.

Das hat zwar nichts mit Regionalgeschichte zu tun, mußte aber mal gesagt werden.

Donnerstag, 5. April 2007

Zotero

Ich hatte ja geklagt, dass es kein Bibliographieprogramm gibt, das unter Linux wirklich mit den "Marktführern" mithalten kann. Vielleicht ändert sich das aber mit Zotero. Es bleibt also spannend, aber auch etwas unübersichtlich.

google inc.

Eine bemerkenswert gut geschriebene Arbeit über googleliefert Christoph Hörl.

Donnerstag, 29. März 2007

Lit-Link

Ich bin ein durchaus begeisterter Nutzer von Bibliographix, aber wer den kompletten Komfort, etwa mit der automatischen Generierung eines Inhaltsverzeichnisses nicht nutzen will, der ist auch mit Litlink gut bedient, zumal dies Programm speziell für Historiker entwickelt wurde. Eine Spezialität ist der xml-Dump von Florian Petran (der - etwas Eigenwerbung muss sein - vom Historischen Seminar in Hannover kommt). Damit können aus einer Reihe von OPACs direkt Titel in Litlink eingelesen werden. Da es aber immer wieder kleinere Probleme damit gibt, hat Florian Petran jetzt einen eigenen Blog dazu eingerichtet.

Kleiner Wehrmutstropfen bei Bibliographix, Litlink oder citavi: es fehlt eine Linux-Variante!

Dienstag, 27. März 2007

Regionale Entwicklungspfade

Gerade ist die neueste Prognos-Studie vorgelegt worden (Zukunftsatlas), die die sehr starken regionalen Unterschiede in Deutschland belegt, eigentlich etwas, was sich in den letzten Jahren nur im Detail verändert hat: dem Osten geht es schlecht, dem Süden gut bis ausgezeichnet, der Nordwesten, also Niedersachsen, schlägt sich wacker, wobei es im Westen besser aussieht als im Südosten, was nichts daran ändert, dass Wolfsburg die Vorzeigeregion des Landes war und ist.
Dies alles wirft die Frage auf, wie solche Entwicklungen historisch einzuordnen sind. Gibt es - gewissermaßen aus der Geschichte abgeleitet - erfolgreiche Regionen? Oder wenigstens: bietet die „Geschichte“ eine Voraussetzung für den Erfolg? Der Blick auf „erfolgreiche“ niedersächsische Regionen macht skeptisch. Nehmen wir das Emsland: 1950 gehörte es zu den Regionen mit einem hohen Nachholbedarf, der im Rahmen des Emslandplans dann stattfand, und dennoch nahm die Zahl der Beschäftigten bis 1970 ab. Erst danach fand ein sich immer mehr beschleunigender Anstieg der Beschäftigten statt (die Zahlen finden sich: Werner Franke; Grave, Josef; Schüpp, Heiner, Steinwascher, Gerd, Hrg., Der Landkreis Emsland: Geographie, Geschichte, Gegenwart, Meppen 2002, S. 689). Der heute erfolgreiche Landkreis hat also ganz andere Zeiten hinter sich. Es spricht deshalb einiges dafür, dass komplexe Umstände zu dem aktuellen Erfolg führten. Nicht anders war es beim benachbarten Oldenburger Münsterland, das im 19. Jahrhundert zu den Problemregionen Norddeutschlands gehörte, u.a. mit einer erheblichen Auswanderungsquote, und sich erst nach und nach mit einem Mix aus einer exportorientierten Landwirtschaft und einer weiter verarbeitenden Nahrungsmittelindustrie zu einer dynamischen Region entwickeln konnte, die noch dazu von der Nähe zum Ruhrgebiet und Bremen (via A 1) profitiert.
Die Prognos-Studie wirft noch andere Fragen auf: Ist unsere Politik der Entwicklung ländlicher Räume nicht ein Konzept, das dringend kritischer Überprüfung bedarf, auch wenn das zu heftigen Protesten führen dürfte? Können wir verbissen auf jede Region sehend, uns aufwendige Förderkonzepte leisten? Funktionieren die seit ca. 20 Jahren landauf, landab gepredigten Entwicklungskonzepte ländlicher Räume wirklich? Oder spielen für den Erfolg von Regionen nicht andere Faktoren eine wichtigere Rolle, wie die Nähe eines urbanen Entwicklungszentrums? Ist gar unser Blick auf die Region und ihre Akteure nicht schon ein problematischer Zugriff, denn Akteure kleben nicht an Regionen, wie eine der wichtigsten Akteursgruppen des 19. Jahrhunderts, die Auswanderer, nachhaltig bewiesen haben.

Montag, 26. März 2007

Heide-Harvard?

"Heide-Harvard" titel Netbib? Worum geht es? Um eine neue, sich Leuphana nennende Hochschule. Leuphana? Wird sich mancher fragen, na, ja, beim Zugriff auf die Zukunft leistet man sich einen - offenbar fragwürdigen - Rückgriff auf die Vergangenheit. Es dürfte jedenfalls spannend werden, die Seiten Das weisse Gold zeigen eine kritische Haltung, die Seiten der Leuphana zeigen eine schöne Hochschulwelt. Es wird spannend.

Auch ein Kriegstagebuch

Atak hat in der Februar-Ausgabe vom Magazin den englischen Zeichner Edward Ardizzone vorgestellt, dessen Kriegstagebuch vom Imperial War Museum präsentiert wird.

Digitale Drucke

Die Zahl der digital verfügbaren Texte steigt ständig, die UB Bielefeld bietet dazu etwa mittlerweile Titel aus den Bereichen Geschichte, Philosophie oder Literaturwissenschaft an: Digitale Drucke. Dies Angebot korrespondiert gut mit der ebenfalls in Bielefeld vorgelegten Digitalisierung wissenschaftlicher Rezensionsorgane.

Dienstag, 20. März 2007

Arbeiten mit wikis

Nützliche Hinweise und Links finden sich unter:
https://log.netbib.de/archives/2007/03/17/html-seiten-per-knopfdruck-wikifizieren-wiki-tutorials-und-wikis-at-work/

Auch ein Archiv

Wie groß der Unterschied zwischen den Serviceleistungen deutscher und englischer Archive ist, zeigt das Angebot der National Archives in London ( https://www.nationalarchives.gov.uk/). Hier werden keine einfachen Rechercheinstrumente angeboten, sondern komplexe Informationsangebote, die nicht nur einzelne Themen wie Family History oder Military History mit Texten, digitaliserten Quellen, Bildern und Tondokumenten wieder geben, sondern es werden auch Hilfen für Lehrer oder Laienforscher gegeben. Es macht Spaß, in diesem umfangreichen Fundus an Informationen zu lesen und englische Geschichte zu entdecken. Den Tip verdanke ich Rainer Voss

Montag, 5. März 2007

Wikipedia in der Debatte

Derzeit findet im H-Net Canada eine spannende Debatte über den Sinn und Unsinn der Wikipedia statt, siehe etwa den Beitrag von Alan McCullough.

In der Debatte werden sehr unterschiedliche Standpunkte formuliert, die zu einer insgesamt differenzierten Wahrnehmung des Themas Wikipedia führen können. In dem zitierten Artikel wird dafür plädiert, die Wikipedia als Startpunkt einer Recherche zu nehmen, die dann aber weiter führen muss.

Gegen das Vergessen

Erst vor ein paar Tagen habe ich für das Vergessen plädiert und jetzt das Gegenteil? Dialekt, möchte ich meinen. Denn die digitalen Daten, der Existenzberechtigung derzeit so gern in Frage gestellt werden, bieten eine Chance zur Aufbewahrung und zur Sicherung, wie gerade heute (5.3.2007) in der Hannoverschen Allgemeinen Zeit unter dem Titel "Bücher – für die Ewigkeit gemacht" (S. 7) zu lesen ist. Vorgestellt wird das Göttinger Digitalisierungszentrum, das eines von weltweit mittlerweile vielen darstellt. Hier wird nicht nur zu Recht darauf verwiesen, dass digitale Daten weltweit zur Verfügung stehen, sondern auch, dass digitale Daten die Originale schonen. Wenn das endlich die Staatsarchive auch erkennen würden, dann könnten einige ihre Archivalien aus dem 19. Jahrhundert auf alterungsunbeständigem Papier gedruckt, wenigstens eine Chance haben, in 50 Jahren auch noch benutzt zu werden.

Sonntag, 4. März 2007

Verfassungen online

Der Saur-Verlag hat in großem Stil digialisierte Verfassungen online gestellt:
https://www.modern-constitutions.de/
Darunter befinden sich auch die wichtigsten für niedersächsische Territorien, auch die hannoversche von 1831 oder die schaumburg-lippische von 1816, die aber eigentlich nur ein Wahlgesetz für die Wahl des Landtags war, denn als eine der ersten gilt, die nach 1815 im Deutschen Bund erlassen wurde.

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